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| Preisträger 2010 |
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Innovationspreis Kategorie
Unternehmen |
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Selfsan Consult GmbH, Boppard |
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Entwicklung: Sensor zur
Früherkennung von Korrosion in
Stahlbeton |
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| Auf 90
Milliarden Euro pro Jahr wird
der Schaden durch Korrosion in
Stahlbeton für Deutschland
beziffert. Rostender Stahl
sprengt den Beton, den er
eigentlich stabilisieren soll.
Bisherige technische Ansätze zur
Früherkennung der Korrosion sind
unzureichend: verbreitet sind
Systeme, die Daten aus Sensoren
im Beton per Kabel übermitteln.
Aber die aus dem Beton
austretenden Kabel bilden nicht
nur eine zusätzliche
Schwachstelle, sie sind auch
empfindlich gegenüber
Beschädigungen schon beim Gießen
des Betons. Andere Methoden –
etwa mit Radarstrahlung die
Korrosion der Stahlbewehrung zu
erkennen - leiden an
Ungenauigkeit, weil die
Inhomogenität von Beton die
Messergebnisse negativ
beeinflusst. Das System „Corrodec“
der Firma Selfsan Consult GmbH
überwindet diese
Unzulänglichkeiten. Der Sensor
wird zwischen der
Betonaußenfläche und dem
Bewehrungsstahl in den Beton mit
eingegossen oder kann auch
nachträglich eingebaut werden.
Die Information über den Zustand
des Bewehrungsstahls liefert ein
1-Millimeter-starker
Sensor-Draht durch
„Stellvertreterkorrosion“. Ist
er durchgerostet, wird der
Stromkreis des Sensors
unterbrochen. Diese eindeutige
Information kann mittels
RIFD-Technik von Außen abgefragt
werden. Der Sensor selbst ist
passiv, die zu seiner Funktion
benötigte Energie wird über das
Lesegerät bereitgestellt. Da
Korrosionsfaktoren wie Luft und
Feuchtigkeit langsam von der
Oberfläche in das Material
einwandern, bleibt zu diesem
Zeitpunkt noch Zeit genug, um
Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Einen Schutzanstrich aufzutragen
kostet nur einen Bruchteil der
aufwändigen Sanierung des
Baukörpers. |
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Innovationspreis Kategorie
Handwerk |
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ALKOMA Maschinenbau e. K.,
Pirmasens |
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Entwicklung:
Kunststoffbearbeitungsmaschine
zum Konfektionieren von
Endlosprofilen während der
Extrusion. |
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| Extrusion
ist eine faszinierende,
preiswerte und schnelle
Möglichkeit, komplexe
Kunststoffprofile herzustellen.
Kunststoffgranulat wird erhitzt
und unter hohem Druck durch ein
formgebendes Werkzeug gepresst.
Ein Tisch mit eingebauten
Förderbändern (Abzugstisch)
zieht am Profilstrang und
fördert diesen weiter, damit der
Extrusionsprozess ungestört
fortlaufen kann. Beim Erreichen
der gewünschten Länge wird das
Profil abgesägt. Fertig. So sah
eine Extrusionslinie bisher aus.
Die Firma Alkoma Maschinenbau
aus Pirmasens hat diese Technik
auf die nächste Evolutionsstufe
gehoben. Für eine weitere
Steigerung der Automatisierung
und Arbeitseffizienz in der
Produktion von
Kunststoffprofilen. In der neuen
Extrusionslinie kann der
Abzugstisch mit weiteren Geräten
bestückt werden: zur Bearbeitung
und Konfektionierung der Profile
direkt nach der Extrusion.
Typischerweise handelt es sich
dabei um das Stanzen, Bohren
oder Fräsen von Löchern oder das
Beschriften der Profile.
Entscheidend dabei ist, dass
diese Arbeitsschritte den
Extrusionsprozess nicht stören.
Der ganze Apparatepark muss also
mitlaufen: exakt auf die
(manchmal schwankende)
Geschwindigkeit der Extrusion
synchronisiert sein.
Gleichzeitig muss die hohe
Präzision der Bearbeitung
gewährleistet bleiben. Die neue
Extrusionslinie von Alkoma
leistet das mit einer Abweichung
von höchstens einem Zehntel
Millimeter vom Idealmaß. |
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Innovationspreis Innovative
Dienstleistung |
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Apoplex medical technologies
GmbH, Pirmasens |
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Entwicklung:
Schlaganfall-Risiko-Analyse für
die klinische Anwendung zur
vollautomatisierten Erkennung
von Vorhofflimmern oder einem
Risiko für Vorhofflimmern. |
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| Was haben
Schlaganfall und Vorhofflimmern
miteinander zu tun? Der
lebensgefährliche Schlag
passiert im Gehirn. Das – für
sich genommen – nicht so
gefährliche Vorhofflimmern, bei
dem eine Herzkammer nicht
vernünftig pumpt, sondern nur
zittert, im Herzen. Doch
tatsächlich ist Vorhofflimmern
verantwortlich für mindestens
ein Fünftel aller Schlaganfälle
und damit der gefährlichste
einzelne Risikofaktor für den
Schlaganfall. Der Zusammenhang
von Herz und Hirn ist hier ganz
einfach: beim Vorhofflimmern
können Blutgerinnsel entstehen,
die im Blutgefäß wandern und im
Gehirn Gefäße verstopfen. Die
Folge: Unterversorgung oder
Absterben von Gehirngewebe
verbunden mit den gefürchteten
Ausfallerscheinungen – bis hin
zum Tod. So gehört das
Identifizieren von
Vorhofflimmern im Krankenhaus –
idealerweise in einer
spezialisierten
Schlaganfall-Station (Stroke-Unit)
– zu den wichtigsten Aufgaben
der medizinischen Betreuung
eines Schlaganfallopfers. Wenn
der Patient zum Vorhofflimmern
neigt ist klar, dass mit einem
Mittel zur Blutverdünnung das
Risiko für einen erneuten
Schlaganfall entscheidend
gesenkt werden kann. Das
Problem: die Patienten spüren
die Flimmerepisoden häufig gar
nicht. Und jede Flimmerepisode
kann schon Auslöser für einen
neuen Schlaganfall sein. Die
Lösung: die Software SRAclinic
der Firma Apoplex medical
technologies. Sie erkennt eine
Episode von Vorhofflimmern laut
Firma zu über 99 %. Das ist
keine Zauberei sondern „Data-mining“:
Mit intelligenten Algorithmen
wertet SRAclinic die Daten des
EKGs der Patienten neu aus.
Zeitreihenanalysen lassen in der
Dynamik des Herzrhythmus´ Muster
deutlich werden, die verlässlich
auf eine Flimmerepisode
hinweisen oder sie praktisch
ausschließen. Im Ernstfall
lebensrettend |
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Innovationspreis Kategorie
Kooperation |
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Galantos Genetics GmbH, Mainz in
Kooperation mit Aura Optik GmbH,
Jena |
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Entwicklung: Aureka meets
Sperm-HY-LITER™: Genetischer
Fingerabdruck bei Sexualdelikten
nach Detektion und Isolation von
Spermien mittels innovativem
Mikromanipulator. |
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Bestehende Techniken kombinieren
und damit neue Produkte und
Dienstleistungen zu schaffen:
dafür gibt es beim
Innovationspreis die Kategorie
Kooperation. Ein herausragendes
Beispiel für diesen Ansatz ist
die Kombination des
Mikromanipulators der Firma Aura
Optik mit einem Verfahren zur
Identifizierung menschlicher
Spermien bei Galantos Genetics.
Eine Kooperation, mit der die
Aufklärung von Sexualdelikten
erleichtert wird. Das
Entscheidende: Spermien aus
Tatortspuren werden effizienter
für die Ermittlung des
genetischen Fingerabdruckes des
Täters ausgewertet.
Sperm-HY-LITER (gesprochen wie
der englische Textmarker: „Highlighter“)
ist eine Technik zum Anfärben
menschlicher Spermien. Ein
Antikörper, der nach dem
Schlüssel-Schloss-Prinzip
ausschließlich an menschliche
Spermien bindet, ist gekoppelt
mit einem Fluoreszenzfarbstoff.
Dadurch können Spermien auf
einem Objektträger unter dem
Mikroskop selektiv zum Leuchten
gebracht werden. Das Mikroskop
ist ausgestattet mit einem
neuartigen Mikromanipulator, der
die nur 3 tausendstel Millimeter
großen Spermien einzeln mit
Hilfe einer Mikrokugel aus der
Probe herausfischt und in ein
Gefäß zur DNA-Analyse
transportiert. Damit wird eine
Verunreinigung der DNA-Analyse
mit anderem Zellmaterial
ausgeschlossen. Im Labor der
Galantos Genetics ist es
gelungen, mit dieser Technik aus
weniger als 20 Spermien ein
vollständiges genetisches
Täterprofil zu erstellen. |
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Sonderpreis Industrie (geteilt) |
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Jos.
Schneider Optische Werke GmbH,
Bad Kreuznach |
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Entwicklung: Homogene
Beleuchtung mit
Hochleistungs-LEDs. |
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Jahrzehnte lang gab es eine
Klasse von industriellen
Arbeitsplätzen, die das
menschliche
Konzentrationsvermögen auf eine
harte Probe stellten.
Qualitätssicherung am Fließband.
Menschen mussten Fehler im
Werkstück, Verschmutzungen oder
die korrekte Lage eines Bauteils
auf dem Fließband erkennen und
es gegebenenfalls aussortieren.
Heute übersteigt diese
Qualitätskontrolle vielerorts
schon allein durch die
Produktionsgeschwindigkeit die
menschlichen
Wahrnehmungsfähigkeiten.
Bilderkennungssysteme haben
diese Arbeit übernommen. Kameras
gekoppelt mit Computerpower.
Egal ob es um den Füllstand von
Milchflaschen geht oder um die
Kontrolle der perfekten
Oberfläche von Solarzellen.
Dabei ist eine helle, homogene
und gleichbleibende Beleuchtung
für aktuelle
Bilderkennungssysteme
unverzichtbar. Mit einer bisher
nicht verfügbaren Lichtqualität
sorgen dafür in der
industriellen Bildverarbeitung
die innovationspreisgekrönten
Hochleistungs-LEDs in Verbindung
mit Freiformlinsen von der Firma
Jos. Schneider Optische Werke
aus Bad Kreuznach. Mit ihnen
können homogene Lichtfelder auf
Werkstücke projiziert werden,
die den beobachtenden
Kamerasystemen optimale
Bildinformationen liefern: Für
eine Qualitätskontrolle, für
eine Überwachung der exakten
Lage im Fabrikationsprozess, für
mehr Sicherheit. Präziser,
kleiner, leichter und
energieeffizienter, als das
herkömmliche Systeme
ermöglichen. |
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KSB
Aktiengesellschaft, Frankenthal |
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Entwicklung: PumpMeter -
intelligenter integrierter
Druckaufnehmer für Pumpen zur
Steigerung deren
Energieeffizienz und
Verfügbarkeit. |
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| Das Thema
Optimierung der Energieeffizienz
von Kreiselpumpen ruft beim
Laien zunächst keine
Begeisterungsstürme hervor. Was
sind und wer interessiert sich
für Kreiselpumpen? Dabei ist es
fast erstaunlich, dass diesem
Thema bei der sonst so aufgeregt
geführten Debatte um Klima, CO2
und Energieverbrauch bisher
keine öffentliche Aufmerksamkeit
zu Teil wurde. Schließlich sind
Kreiselpumpen in der Industrie
die größten Verbraucher
elektrischer Energie. Wegen
ihrer Beständigkeit und fast
universellen Einsetzbarkeit
fördern sie Flüssigkeiten in der
chemischen Industrie, das Wasser
in Heizungsanlagen, bewegen
Kühlkreisläufe in Kraftwerken,
Trinkwasser, Abwasser & die
Liste ließe sich beliebig
fortführen. Dabei werden
Kreiselpumpen zumeist im
Blindflug betrieben. Ohne
Kenntnis ihres Betriebspunktes
also ihrer momentanen
Energieeffizienz bzw. ihrer
mechanischen Belastung.
Energieeffizienz und
Verfügbarkeit ganzer Anlagen
werden praktisch dem Zufall
überlassen. Dank PumpMeter wird
sich das nun ändern. PumpMeter
besteht im Wesentlichen aus zwei
Drucksensoren und einer
Auswerte- und Anzeigeeinheit,
die beim weltweit führenden,
pfälzischen Pumpenhersteller KSB
werksseitig an Kreiselpumpen
montiert sind. Sie messen
permanent den Saugdruck und den
Enddruck der Pumpe. PumpMeter
misst die je aktuellen Werte der
Drücke und vergleicht sie mit
einem mathematischen Modell der
individuellen Pumpe mit ihren
typischen Kennlinien. Und
ermittelt die Diskrepanz
zwischen tatsächlichem und
idealem Pumpenbetrieb. So wird
die Effizienz der Pumpe erstmals
wirklich transparent. Anwender
werden über ein Display über den
Optimierungsbedarf informiert.
Bei flächendeckendem Einsatz von
PumpMeter - da ist man sich bei
KSB sicher - lässt sich das
Einsparpotential in
Kraftwerksblöcken messen. |
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Anerkennung Kategorie
Unternehmen |
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Cibek
technology + trading GmbH,
Limburgerhof |
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Entwicklung: CIBEK Softwarebox:
Multimediabaukasten,
Mediensteuerung,
Steuerungssoftware,
Schnittstellenbausteine, freie
Visualisierung,
Individualisierung auf gleicher
Basis. |
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Vernetzung ist eines der
Modeworte der letzten Jahre.
Dabei geht es allerdings meist
um die Vernetzung von
Kompetenzen. Die Cibek
Sofwarebox hingegen vernetzt
elektrische und elektronische
Geräte und erschließt so völlig
neue Möglichkeiten der
Steuerung, Überwachung und
Informations-Erschließung. Zwei
Beispiele illustrieren das weite
Anwendungsspektrum: In einem
Fernsehkochstudio steuert die
Cibek Softwarebox die
LED-Lichtfarbstimmung, die
komplette TV-Aufnahmetechnik,
Mikrofone und
Beschallungstechnik. Bei der
Gebäudetechnik mischt die
Softwarebox zusätzlich mit:
Licht-, Lüftung- und
Klimatechnik werden einfach über
einen Touch-Screen steuerbar.
Ein weiteres Beispiel zeigt,
dass die Softwarebox mit ihrem
Vernetzungstalent mit
ankoppelbaren Zusatzkomponeten
ganz neue Anwendungen zu
erschließen hilft. In dem
Projekt ProAssist4Life geht es -
salopp gesagt - um
Überwachungstechnik. Doch von
George Orwells Big Brother ist
sie weit entfernt. Ältere
alleinlebende Personen können
mit dieser Technik möglichst
lange in ihren eigenen Wohnungen
bleiben. Bei hohen
Sicherheitsstandards: Die
Softwarebox erkennt das tägliche
Nutzungsprofil der Person in
ihrer Wohnung: von der
Beleuchtung über den
Kaffeeautomaten bis zum
Fernseher. Unregelmäßigkeiten
bei der Benutzung dieser Technik
können als Notfall erkannt
werden. Als häuslicher Sturz
beispielsweise. Von der
Videotelefonie mit Verwandten
bis hin zum Hilferuf kann die
Software nach einem vorgegebenen
Plan unterstützende Maßnahmen
einleiten. Vernetzte Technik
wird zur Überwachungstechnik und
kann Leben retten. |
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Anerkennung Kategorie
Handwerk |
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Denk AF
Mal, Bad Marienberg |
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Entwicklung: Einsatzfertiger
Lehmspritzmörtel für die
Fachwerkrestaurierung /
Lehmfugenmasse |
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| Der
Lehmspritzmörtel der Firma Denk
AF Mal gehört zu den
Entwicklungen, bei denen man
sich fragt: „Warum gibt es das
denn nicht schon lange?“
Tatsächlich drängt sich für das
Füllen von Rissen und Fugen die
Verwendung einer Spritze
geradezu auf. Wenn es sich dabei
um homogene Spritzstoffe wie
etwa Silikon handelt, ist das
Ganze auch kein Problem und
längst in Anwendung. Aber bei
einem inhomogenen Mörtel, der
aus ungelösten Materialien wie
Sand oder Stroh und Wasser
besteht, tritt beim Spritzen ein
gravierendes Problem auf: Das
Wasser wird aus dem Gemisch
gepresst, die Masse wird fest,
die Spritze verstopft. Ein
prinzipielles Problem, an dem
bisher alle Versuche,
Fugenmörtel für die
Spritztechnik herzustellen,
gescheitert sind. Bei der auf
Restaurierung und Denkmalpflege
spezialisierten Fima Denk AF Mal
wurde dieses Problem gelöst. Auf
die Zusatzstoffe und die
Mischung kommt es an: Lehm, Ton,
ausgesuchte Steinmehle, Borax
und Sande bilden die
mineralische Komponente des
Spritzmörtels. Dazu kommen
Flachsfasern, Korkmehl,
Strohhäcksel, rohes Leinöl und
Wasser. Damit ist der Spritzlehm
lösemittelfrei, nur aus
Naturstoffen hergestellt und
bestens für die Anwendung in der
Denkmalpflege geeignet. Je nach
Mischung kann der neue Mörtel in
Risse und Fugen von 3 bis 15
Millimetern Breite zeitsparend
mit einem Druckluftsystem oder
einer Handspritze eingebracht
werden. Der spritzbare
Lehmmörtel ist auf dem Weg, sich
zum Standardwerkstoff in der
Denkmalpflege zu entwickeln. |
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