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Preisträger

Kategorie Unternehmen

Kategorie Unternehmen

AKOTHERM GmbH, Bendorf
Entwicklung: Energieeffizientes Haltesystem für Fassadenverkleidungen in Ganzglas-Optik

Mit steigenden Energiepreisen und damit einhergehend mit gewachsenem Umweltbewusstsein verstärkt sich national und international die Nachfrage nach energieeffizienten Lösungen im Bereich der Architektur. Fassadensysteme mit Ganzglasoptik – wie sie im Mittelmeerraum, Osteuropa und dem Nahen Osten weit verbreitet sind, haben gerade in punkto Energieeffizienz einen gravierenden Schwachpunkt: Die Halteklammern, mit der die Fassadenverblendung aus Isolierglasscheiben und Halteprofilen im Gebäude verankert ist, bestehen aus Metall. Und Metall ist ein hervorragender Wärmeleiter. Die Klammern bilden tausendfach Wärme bzw. Kältebrücken. Im Winter fließt über diese Wärmebrücken Heizenergie aus dem Gebäude nach draußen. Im Sommer geht die Energie der Klimaanlagen über diese Kältebrücken verloren. Die Akotherm GmbH löste das Problem, indem sie die Halteklammern in ein Kunststoffformteil einschloss und so die Wärmebrücke unterbrach. Schon 2010 hat die rheinlandpfälzische Firma in Istanbul einen Büropark mit dem energieeffizienten Fassadensystem ausgestattet. Eine Fassadenfläche von 40 000 Quadratmetern wurde mit der innovativen, richtungsweisenden Technik realisiert. Mittlerweile wurde für das System ein europäisches Patent erteilt.

Kategorie Handwerk

Kategorie Handwerk

G. Taube Modellbau CAD-Service GmbH, Haßloch
Entwicklung: Universal-Aufnahmevorrichtung für die manuelle Bearbeitung von beliebigen Formteilen unter anderem aus dem Auto-Motive-Bereich


Trotz teilweise extremer Automatisierung der industriellen Fertigungstechnik – auch und besonders im Automobilbau – müssen immer wieder auch manuelle Arbeiten an Formteilen ausgeführt werden. Kotflügel, Verkleidungen, Stoßfänger, aerodynamische Anbauteile oder auch Innenteile wie Instrumententräger, Tür- und Kofferraumverkleidungen. Für die manuelle Bearbeitung müssen diese Formteile sicher fixiert und gleichzeitig möglichst in alle Richtungen dreh- und schwenkbar gelagert sein. Einen derartigen Universalaufnehmer für beliebig geformte Bauteile gab es bisher nicht. Deshalb mussten bestehende Aufnahmevorrichtungen immer mit spezieller Technik an die Bauteile individuell angepasst werden. Die Firma G. Taube Modellbau CADService GmbH hat diese Lücke geschlossen. Die Fixierung beliebiger Formen wurde durch ein System zur Vakuumeinspannung gelöst. Unterdruck saugt die Bauteile an und hält sie fest. Das Vakuumsystem ist in den Universalaufnehmer integriert. Die Beweglichkeit für die manuelle Bearbeitung gewährleistet die Firma G. Taube durch eine arretierbare Gelenkkugel an der Basis des Aufnahme-Kopfes. Durch die integrierte Höhenverstellung von bis zu 200 mm kann jeder Arbeitsplatz ergonomisch individuell für jeden Mitarbeiter eingestellt werden. Die Vorrichtung, die auf den ersten Blick einem recht massiven Bar-Tisch ähnelt, wird insbesondere von der Automobilindustrie bereits gut nachgefragt.

Kategorie Innovative Dienstleistungen

Kategorie Innovative Dienstleistung

SP Energycontrol GmbH, Neu-Bamberg
Entwicklung: System zur Bündelung von kleinen Stromerzeugern und -verbrauchern zu einem virtuellen Kraftwerk


Das Schlagwort „Smart Grid“ wird in den letzten Jahren immer häufiger genannt. Das „intelligente Netz“ wird wichtig, wenn es um den Wandel von der zentralen Energieversorgung durch Großkraftwerke zu einer immer differenzierteren Energie-
versorgung durch viele kleine dezentrale Energieanbieter geht. Nur ein intelligentes Netz kann die komplexen Regelvorgänge, die Verteilung, Speicherung und Erzeugung von Strom so leisten, dass trotz der Komplexität Sicherheit und Stabilität des Netzes weiter gewährleistet bleiben. Wesentlicher Teil dieses intelligenten Netzes sind „Virtuelle Kraftwerke“. Es handelt sich um den Zusammenschluss und die intelligente Regelung von kleinen Stromerzeugern und -verbrauchern die ihren Stromüberschuss in das nationale Netz einspeisen können. Private Photovoltaik-Anlagen, Windkraftwerke liefern hier besonders umweltfreundlichen aber leider keinen kontinuierlichen Strom. Speicherkraftwerke oder Blockheizkraftwerke können hier Stromlücken schließen, industrielle Verbraucher können Überschusskapazitäten abnehmen. Das Ziel: das Netz von kleinen Einheiten wie ein einziges virtuelles Kraftwerk in den Stromverbund zu integrieren. SP Energycontrol bietet genau diese Dienstleistung internetbasiert an.

Kategorie Kooperation

Kategorie Kooperation

LUMERA LASER GmbH in Kooperation mit Photonik-Zentrum Kaiserslautern e. V.
Entwicklung: Entscheidender Fortschritt bei der Erzeugung leistungsstarker ultrakurzer Laserimpulse


Laser sind heute aus der Fertigungstechnik nicht mehr wegzudenken. Bohren, schneiden, strukturieren, Bearbeitung sogar von Diamanten – der hochenergetische kohärente Lichtstrahl ist so etwas wie das Schweizer Messer der Materialbearbeitung. Dabei sind in vielen Bereichen ultrakurz gepulste Laser die erste Wahl. Laserstöße im Pikosekundenbereich – das sind einige Billionstel Sekunden – stellen sicher, dass das zu verarbeitende Material nicht durch Hitze beschädigt wird und exakte Formen und Abmessungen erreicht werden. Heute verfügbare ultrakurzpuls-Laser sind komplex aufgebaut, in ihrer Leistung und Lebensdauer begrenzt und teuer: zwischen 80000 € und 200000 € kosten die Systeme. Der limitierende Faktor dieser gepulsten Laser ist ein Absorberspiegel. Er funktioniert wie ein Tor, vor dem sich Photonen stauen und erst bei hoher Photonendichte für einen kurzen Moment durchgelassen werden. Doch der Absorberspiegel verträgt keine hohen Leistungen und hat nur eine Standzeit von einigen Tausend Stunden. Der neue ultrakurzgepulste Laser, der in einer Kooperation von LUMERA LASER GmbH u. Photonik-Zentrum Kaiserslautern e.V. entwickelt wurde, überwindet diese Beschränkungen und macht den Weg frei für eine neue Generation industrieller Materialbearbeitung. Der Pulsbetrieb ergibt sich hier automatisch in speziell angeordneten Kristallmaterialien, in denen sog. kaskadierte nichtlineare Prozesse stattfinden. Diese rein optischen, verschleißfreien Prozesse ermöglichen flexible Laserkonfigurationen, insbesondere Laser mit hoher Ausgangsleistung, wartungsfrei und zu deutlich günstigeren Anschaffungskosten als derzeit verfügbare Systeme.

Sonderpreis Industrie

Lohmann & Rauscher GmbH & Co. KG, Neuwied
Entwicklung: Mikroperforierte Doppelfolie verbessert die Behandlung beim „offenen Abdomen“


Wenn Mediziner von einem „akuten Abdomen“ sprechen, dann meinen sie eine schwere Entzündung des Bauchfells, einen Darmverschluss oder ähnlich gravierende, lebensbedrohliche Vorgänge im Bauchraum ihrer Patienten. Zur Behandlung hat sich die Therapieform des „offenen Abdomens“ etabliert: Der Bauchraum, der zunächst für den chirurgischen Eingriff geöffnet wurde – etwa um den Entzündungsherd zu entfernen – bleibt zur weiteren Therapie offen, bis die Entzündungen ausgeheilt sind und die Organe sich stabilisiert haben. Die wichtigste Maßnahme: das Spülen des Bauchraumes, um bakterielle Verunreinigungen oder giftige Sekrete zu entfernen. Dies geschieht bisher mit Pumpsystemen, die die Spülflüssigkeit per Unterdruck aus dem Bauchraum entfernen. Hier gelingt mit der Suprasorb®CNP Drainagefolie vom Medizinproduktehersteller Lohmann & Rauscher ein entscheidender Fortschritt: Die doppellagige, perforierte Drainagefolie/Membran nutzt für den Flüssigkeitstransport zusätzlich den Kapillareffekt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Abtransport der Spülflüssigkeit – im Gegensatz zu den Unterdrucksystemen – auf der gesamten Kontaktfläche zum offenen Bauchraum stattfindet. Ein bedeutender Vorteil: In einer Studie an der Uniklinik Salzburg konnte mit der neuen Drainagefolie die Sterblichkeit beim offenen Abdomen von etwa 40 % auf 13,6 % gesenkt werden.

Sonderpreis der Wirtschaftsministerin

Der Sonderpreis 2011 wird für Innovative Anwendungen und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnologien vergeben.

Sonderpreis der Wirtschaftsministerin 2011 - Innovative Anwendungen und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnologien

Fasihi GmbH, Ludwigshafen
Entwicklung: Neues innovatives Sicherheitskonzept für vertrauliche Daten in Unternehmen


Der richtige Umgang mit vertraulichen Daten wie z. B. Kunden-
daten oder dokumentiertes Wissen wird für Unternehmen immer wichtiger. Regelmäßig erfährt die Öffentlichkeit von kleineren und größeren Skandalen um die entsprechende Datensicherheit in Unternehmen. Besonders sensibel: Der Diebstahl von Kundendaten. Solche Vorfälle aus der jüngsten Vergangenheit bedeuteten für die betroffenen Unternehmen riesige Imageschäden und verursachten Millionenverluste. Immer öfter werden diese Datenskandale nicht nur von externen Hackern sondern auch von Mitarbeitern aus den eigenen Reihen verursacht. Eine Schwachstelle bisheriger Systeme sind die IT-Administratoren und IT-Systemverwalter, die oft mit Super-Zugriffsrechten auf alle Daten ausgestattet sind und mit geringer krimineller Energie umfangreiche Datensätze entwenden können. Im Jahr 2010 wurde die Portal-Software Fasihi Enterprise-Portal® um ein neues Sicherheitskonzept erweitert. Dieses gewährleistet, dass vertrauliche Daten nur von den richtigen Zielgruppen gelesen werden können. Das Konzept beruht auf der Einstufung der Daten in verschiedene Sicherheitsklassen in Verbindung mit neuster Verschlüsselungsmethodik und einer überwachten Rechtesteuerung. Trotz der im Hintergrund ablaufenden Komplexität leidet die Bedienungsfreundlichkeit in keiner Weise. Die neue Technik funktioniert ohne aufwändige zusätzliche Authentifizierungsvorgänge oder neue Softwareinstallationen.


Anerkennung der Wirtschaftsministerin 2011 - Innovative Anwendungen und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechnologien

David Vision Systems GmbH, Koblenz
Entwicklung: Kostengünstiger und hochflexibler 3D-Laserscanner


David statt Goliath ist das Motto von DAVID Vision Systems. Tatsächlich bietet der David-Laserscanner im Starter-Kit für wenige hundert Euro eine Leistung, für die sonst Technik im Wert von 10 000 Euro und mehr angeschafft werden muss. Damit wird 3D-Laserscannen auch für kleine Unternehmen und für Hobby-Anwender erschwinglich. Für den DAVID-Laserscanner reicht ein Windows-PC, eine angeschlossene Kamera (z.B. webcam) und ein Linienlaser. Der Laser projiziert in einem handgeführten Schwenk ein Linienmuster auf das zu scannende Objekt. Über die Kamera gelangen die Daten in den PC. Die Software DAVID berechnet per Triangulation aus dem Linienmuster den Datensatz für das dreidimensionale Objekt und das mit einer Auflösung von bis zu 0,2 Millimetern schon im Starter-Kit. Sollen die 3-D-Daten des Objekts komplett aufgenommen werden, muss es mehrmals gedreht und gescannt werden. Per „DAVID Shapefusion“ werden die einzelnen Scans im PC automatisch zu einem vollständigen Objekt zusammengefügt. Besonders gelobt wird DAVID für seine hohe Flexibilität. Und das nicht nur, weil Anwender je nach Qualitätsansprüchen die Hardwarekomponenten selbst zusammenstellen können: Eine hochauflösende Kamera oder ein schneller PC beispielsweise. Vollkommen flexibel ist DAVID auch in Bezug auf die Größe des zu scannenden Objekts. Eine Münze? Ein Sofa? Kein Problem für den frei skalierbaren DAVID.
    

 

Anerkennungen

Annerkennung Kategorie Handwerk

noblesse GmbH & Co. KG, Berg
Entwicklung: Thermosecure – die Haustür für höchste Ansprüche bei Sicherheit und Wärmedämmung
Haustüren sollen nicht nur gut aussehen. Sie sollen außerdem Einbrechern möglichst viel Widerstand bieten, Schlagregen abhalten und – bei steigenden Energiepreisen immer wichtiger – hoch wärmedämmend sein. Die Firma Noblesse Türfüllungen aus Berg hat mit dem Einsatz modernster Materialien und Fertigungstechniken mit der Serie „Thermosecure“ eine Produktlinie entwickelt, die bei all diesen Parametern neue Maßstäbe setzt. In einer Presse unter 2500 Tonnen Druck wird aus Fasermatten und Kunstharz ein Türrahmen „gebacken“, der außerordentlich verwindungs- und biegesteif ist. Hervorragende Wärmedämmwerte erreicht Thermosecure vor allem, weil die gesamte Türblattkonstruktion unter Verwendung hochwärmedämmender Materialien, vornehmlich auf Polyurethan- Schaum-Basis, und völlig frei von Metall, Holz oder PVC gefertigt wird. So werden Wärmebrücken vermieden. Aber auch die Hohlräume innerhalb des Rahmenprofils werden mit hochdämmendem PU-Schaum gefüllt. Das Türblatt bildet ein Mehrfach-Sandwich aus Polyester- und Epoxidharz-Verbundplatten. Die gesetzlich geforderten Werte für Festigkeit werden von dieser Konstruktion typischerweise um den Faktor fünf übertroffen. Die Dämmwerte unterbieten den Passivhausstandard um 12 bis 35 %. Ein Auftragseingang im Wert von über 4 Mio. € bereits innerhalb der ersten 12 Monate zeigt, dass der Markt für dieses Qualitätsangebot vorhanden ist.

Annerkennung Kategorie Handwerk

Krischer GmbH, Oberzissen
Entwicklung: XYLOX: Bausteine für solide Konstruktionen
Seit Generationen spielen Kinder mit Bauklötzen aus Holz. Die Förderung des räumlichen Vorstellungsvermögens und ein erster Zugang zu den Gesetzen der Statik gehören zu den pädagogisch wertvollen Aspekten dieses einfachen Spielzeugs. Doch die glatten Flächen setzen den konstruktiven Möglichkeiten im Spiel mit den Holzklötzen bisher enge Grenzen. Der Fachmann sagt: Die Konstruktionen können keine horizontalen Schubkräfte aufnehmen. Der Laie sieht: Das Bauwerk stürzt ein, wird es nur ein wenig angeschubst. Xylox überwindet diese Schwäche mit einer an Legosteine erinnernden Verbindungstechnik. Alle Bausteine haben in die Oberseite und die Unterseite eingefräste X-förmige Nuten. Mit den entsprechenden Xförmigen Holzstücken lassen sich die Grundelemente per Steckverbindung zusammenfügen. Und schon entsteht ein vielseitiges Konstruktions-Bausteinsystem, das die Frage aufwirft: warum ist das nicht schon längst erfunden worden? Die Grundelemente von Xylox sind aus massivem, naturbelassenem Holz und deutlich größer als traditionelle Bauklötze. Sie haben die Abmessungen klassischer Ziegelsteine und ermöglichen so die Konstruktion von standfesten Spielburgen, Möbeln oder sogar Regalsystemen. Die bisher anvisierten Kundenkreise: Kindergärten, Arztpraxen und Einrichtungen für Behinderte.

Annerkennung Kategorie Innovative Dienstleistung

hort + hensel GmbH, Kaiserslautern
Entwicklung: Planungssystem zur energetischen Optimierung eines Immobilienportfolios
Wer seine Wohnimmobilie energetisch sanieren möchte, steht schon vor einer komplexen Aufgabe: Fenster, Fassade, Heizungssystem: wo herrscht der dringendste Sanierungsbedarf? Welche Investition amortisiert sich am schnellsten? Welche Gesamtstrategie bietet sich an und wann fallen welche Kosten an. Wer diese und weitere Fragen nicht nur für ein Haus, sondern für ein ganzes Immobilienportfolio beantworten muss – in kirchlichen Organisationen, Kommunen, Wohnbau- oder Immobilienunternehmen – sieht sich mit einer Fülle von Informationen konfrontiert, die ein strategisch kluges Vorgehen erschwert. Hier hilft das innovative computergestützte Planungssystem der hort + hensel GmbH. Nach der Aufnahme der relevanten Daten setzt das Planungssystem die Informationen in einen übersichtlichen Bestandsplan um. Anhand von Grafiken und Diagrammen werden zunächst bautechnische, nutzungsspezifische und energetische Ist-Zustände dargestellt. Es folgen Darstellungen unter anderem zu Einsparpotenzialen, Amortisationsplänen und Prioritäten im Sanierungsprozess. Eines der vielen Elemente, wodurch die Orientierung in dem komplexen Datenbestand erheblich erleichtert wird, ist der „Steckbrief“ – die wichtigsten Daten im Überblick – für jede einzelne Immobilie.